Das Bild konnte ich noch schießen, dann hat er mich bewußtlos geschlagen.
(Wien, Schlossgarten)

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impertinent!

20Mrz10

Leute, die mich zum Essen einladen und mir hinterher kichernd erzählen, dass eine Zutat schon ewig abgelaufen war. „Schmeckte ja noch, oder?!“


„Hallo?“
Ich sah über den Monitor hinweg zur Tür. Da stand sie im Türrahmen, Anna-Lena, die blondgezopfte Tochter meines Chefs und wartete auf eine angemessene Reaktion meinerseits.

„Hallo Anna-Mirl“, erwiderte ich höflich und legte meinen Kugelschreiber weg, „wie gehts?“. Sie hasste es, wenn ich sie so nannte.
„Mhm“. Anna verlagerte ihr Gewicht von einem Bein aufs andere und rieb sich die Handflächen an ihrem Cordrock. „Anna-Lena, heiß ich.“
„Na dann“, lächelte ich sie milde an.

Die fünfjährige Anna-Lena – hübsch, blond, neugierig und von allen anderen in ihrer Umgebung hofiert wie der Thronfolger Schwedens – ist mir aufgrund ihrer permanenten Lautstärke eher unsympathisch. Von allen Kollegen bekommt Anna pausenlose Aufmerksamkeit und Komplimente ob ihres raschen Verstandes und ihrer puppenhaften Schönheit. Die sie und ihre Durchlaucht, der Geschäftsführer, sehr gern haben. In aller Bescheidenheit.
Von mir bekommt sie garnichts; den Bogen den sie um mich macht, würde ich gern vergolden, aber es war ja klar, dass sie irgendwann doch bei mir landen würde.

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… wie es noch vor einer Woche aussah, man vergisst ja so schnell

Bayerischer Wald, hinterm Gästezimmer der Verwandtschaft